Spontaner Empfang für Vorzeigesportlerin - Neckarsulm ist stolz auf Olympionikin

Christina Schwanitz vom „Vogelnest“ und der Gastfreundschaft in Peking am meisten beeindruckt


Christina Schwanitz

Die Sportvereinigung, Sportförderung und die Stadt Neckarsulm bereiteten ihrer Olympiateilnehmerin Christina Schwanitz gleich nach ihrer Landung auf dem Stuttgarter Flughafen, im Neckarsulmer SVN-Bootshaus am Montagabend einen spontanen Empfang. Nach rund elf Stunden Flugzeit und 24 Stunden ohne ein Bett gesehen zu haben, konnte das über eine Stunde auf der dortigen Neckarterrasse wartende Begrüßungskomitee endlich ihrer gewohnt lebensfrohen und gut gelaunten Athletin die Hände schütteln. Abgeholt hatten sie zuvor am Landesflughafen zwei Spartenvertreter und Schwanitz-Freund Jens.

Sportfördervereins-Vorsitzender Rolf Härdtner beglückwünschte die Kugelstoßerin zuallererst für die Endkampfteilnahme und Rang elf und er sagte dazu, dass ganz Neckarsulm und das Unterland stolz auf sie sei. An sie direkt gewandt meinte Härdtner, dass hier alle hoffen, dass sie in Neckarsulm weitermacht – und dazu: „Bleib wie Du bist, so spontan und immer so gut gelaunt. Die Neckarsulmer Sportförderung wird Dich jedenfalls weiter unterstützen und den Weg ebnen“. Bürgermeister Klaus Grabbe sprach von einem Aushängeschild, das auch die Farben Neckarsulms im fernen Peking vertreten habe. Neckarsulm könne stolz auf die Leistung der Spitzenathletin sein und die Kommune werde weiterhin mit der Förderung des Sports ihren Beitrag dazu leisten.

SVN-Vorsitzender Martin Dorsch, der einen Sportkalender für 2009 überreichte, sprach den Olympischen Leitsatz an „Dabei sein ist alles“. Wenn auch diesmal ihr persönliches Ziel „Unter den acht Besten zu liegen“ am Ende nicht geklappt habe – die Zukunft liege noch vor ihr. Die nächste riesige internationale Herausforderung stehe schon nächstes Jahr mit den Weltmeisterschaften in Berlin an. Spartenleiter Richard Bauder beglückwünschte Christina zur Endkampfteilnahme - und überhaupt, nach ihrer zweijährigen Verletzungspause noch die Nominierung erreicht zu haben. Er hinterfragte bei ihr auch ihre Gefühle, zunächst bei der Nominierung, beim Wettkampf und allem drum herum erlebten.

Dann sprudelte es bei der 22-jährigen Olympionikin geradezu heraus, über ihre Eindrücke und Erlebnisse, die sie selbst auf rund 500 Bildern festgehalten hat. Zunächst kurz vor den Spielen im Trainingslager im japanischen Shibetsu. Dann bei ihrer Kugel-Qualifikation und Finale vor rund 93000 Besuchern im Pekinger Nationalstadion, das inzwischen „Vogelnest“ genannt wird. Schließlich auch über ihre Erfahrungen im Olympischen Dorf mit Spitzenverpflegung rund um die Uhr – hervorragende Trainingsbedingungen in Hallen und Anlagen – oder etwa auch bei Ausflügen zur großen Mauer und zum Lama-Tempel. Überall Menschenmassen anzutreffen, Freundlichkeit dazu viel Blumenschmuck, Springbrunnen und Anlagen, aber auch viel Polizeipräsenz. Besonders beeindruckt habe sie noch am Ende die glanzvolle und bombastische Schussfeier. Das 1,3 Milliardenvolk China habe sich jedenfalls mit allem was sie gesehen hat, bestens der Welt präsentiert. Am Ende sagte Christina noch, dass sie gerne bei der SVN sei – und auch bleibe und bedankte sich für die vielfältige Unterstützung auf allen Ebenen.