Beeindruckendes Erlebnis in Berlin bei den Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften

Im Olympiastadion erkämpft Michael Schüßler (SVN) Rang acht – doch Jonas Wetzels Verletzungsprobleme gingen weiter


v.l.: Peter Diemand, Michael Schüßler, Marcel Frädrich
und Jonas Wetzel

Die Leichtathletikabteilung der Sportvereinigung beteiligte sich am letzten Wochenende im Berliner Olympiastadion mit Michael Schüßler (A-Jugend - 1500 Meter) und Jonas Wetzel (B-Jugend - Weit- und Dreisprung) bei den Deutschen Leichtathletik- Jugendmeisterschaften. Die beiden dafür qualifizierten Athleten wurden von ihren Trainern Peter Diemand und Marcel Frädrich sowie fünf weiteren SVN-Fans begleitet.

Neben der sportlichen Herausforderung an historischer Stätte, werden die gesamten Eindrücke der Hauptstadt Berlin für die Sportler noch ein bleibendes und unvergessliches Erlebnis sein. Doch zunächst waren die aufstrebenden SVN-Jugendathleten bei ihrem bisher größten Wettkampf im Berliner Olympiastadion von 1936 gefordert. Alleine schon die Größenordnung der Austragungsstätte auf dem ehemaligen Reichssportfeld, birgt sicherlich auch für jeden Teilnehmer der dort antritt, einen besonderen Reiz. Zudem war die DLV- Veranstaltung überhaupt die bisher teilnehmerstärkste Stadion-Meisterschaft.

Sportlich gefordert war zuallererst beim Weitsprung schon am letzten Freitag Jonas Wetzel, beim B-Jugend-Wettbewerb. Der 17 jährige war mit einer Bestleistung von 6,81 Meter angereist - hatte aber um seinen Sprungfuß zu schonen - wegen Fersenproblemen schon sieben Wochen nicht richtig trainieren können. So kam es auch, dass sein erster recht weiter Versuch knapp Übertreten– und somit Ungültig war. Mit seiner besten Vorkampf-Weite von 6,49 Meter scheiterte er dann somit am Einzug in den Endkampf und landete damit noch auf Platz elf. Im Dreisprung ging es bei ihm dann am Tag darauf mit den Fußproblemen weiter. Nach seinem ersten Versuch von 12,95 Meter – den er wegen des Handikaps mit dem falschen Fuß springen musste - meldete er sich dann aufgrund seiner Fersenschmerzen beim Kampfgericht ab - und wurde damit am Ende 15 in der Gesamtwertung. Der noch junge Athlet wird aber durch diese Wettkampferfahrungen für die Zukunft profitieren können.

Der im ersten A-Jugendjahr startende Mittelstreckler Michael Schüßler trat unterdessen fast zeitgleich im ersten von zwei Vorläufen über 1500 Meter an. Er qualifizierte sich hier nach relativ flottem Rennen als Dritter mit 3.59,57 Minuten sicher für den Endlauf. Am Tag darauf um 12.55 Uhr hieß es dann für ihn beim Finale hellwach zu sein, denn man vermutete hier ein schnelles Rennen. Doch es kam schließlich durch ein sehr taktisches Rennen, ganz anders. Nach extremer Tempoverschleppung während der ersten 1000 Meter, ging dann dafür in der Schlussrunde noch so richtig „die Post“ ab. Hierbei zeigte sich doch die größere Tempohärte - vor allem der älteren Athleten - aufgrund ihres noch größeren Trainingspensums. Auf der Zielgerade lief Michael Schüßler aber sehr stark und konnte dabei fast den Siebtplatzierten noch überspurten. Mit dem im Vorfeld erhofften achten Platz in 4.04,54 Minuten, kann der Athlet und Trainer dennoch sehr zufrieden sein, zumal nur zwei Konkurrenten seines Jahrgangs vor ihm lagen. Michael kann als Drittbester seines Jahrgangs nächstes Jahr nochmals in der A-Jugend starten und erneut seine Chance nutzen.

Ansonsten erlebte die SVN-Truppe neben den beeindruckenden Sportanlagen - ob zusammen oder auch getrennt - unterwegs an allen Ecken und Enden Großstadtflair. Aufgrund der hervorragenden U– und S-Bahn-Verbindungen ab dem Wilmersdorfer Hotel, konnten relativ kurzfristig alle wichtigen Punkte erreicht werden, um hier nur einige davon zu nennen: Regierungsviertel – Brandenburger Tor – Kurfürstendamm – Hackesche Höfe und Markt – Alex – oder Potsdamer Platz – Unter den Linden – Siegessäule und Tiergarten - bis zum obligatorischen „6. Stock“ im KaDeWe – Berlin ist immer eine Reise wert.


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