Nach zweijähriger Verletzung in Weltspitze zurückgemeldet

Christina Schwanitz bei Empfang im SVN-Bootshaus geehrt


Die Sportvereinigung Neckarsulm bedankte sich am vergangenen Samstag bei Kugelstoßerin Christina Schwanitz für ihre jüngsten Sport-Erfolge. Nach zweijähriger Verletzungs- und OP-Odyssee hatte sie sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurückgemeldet und darüber hinaus noch bei den Hallenweltmeisterschaften in Valencia mit 18,55 Meter Rang sechs erzielt. Im Neckarsulmer SVN-Bootshaus wurde dies nun im Rahmen eines kleinen Empfangs von Verein, Stadtverwaltung und von der Sportförderung Neckarsulm gewürdigt.

SVN-Leichtathletik-Abteilungsleiter Richard Bauder, der sich zuerst für das Kommen der Neckarsulmer Verwaltungsspitze mit OB Volker Blust und Bürgermeister Grabbe bedankte, sagte bei der Begrüßung, dass die Ehrung von Spitzensportlerin Christina Schwanitz für den Verein, die Stadt und für die Region, ein ganz erfreulicher Anlass sei. In einem kurzen chronologischen Rückblick ließ er dann die jüngsten Ereignisse Revue passieren. Sein Rückblick begann mit der 2005er Saison (Bestleistung 18,84 Meter), wo Christina noch vor ihrer zweijährigen Verletzungspause in Helsinki WM-Neunte wurde. Dem folgten dann ihre ersten Leistungstests im Spätjahr ’07 mit 17,06 Meter. Ihre diesjährige Erfolgsgeschichte in Richtung Olympia, begann mit ihren Hallen-Siegen zunächst BW-Meisterschaften 18,44 m - Süddeutsche 18,14 m.

Dann kamen die Deutschen Hallen-Meisterschaften mit Rang drei und 18,28 m, wo ein weitaus besserer Stoß mit rund 19 Meter für ungültig erklärt wurde – als kleiner Trost dafür aber WM-Nominierung. Sechs Tage später bei der Revanche, dann der sportliche Paukenschlag mit Sieg beim Internationalen Hallenmeeting in Chemnitz, mit einer für alle unglaublichen Weite und Bestleistung von 19,68 Meter. Eine Woche darauf dann noch die Weltmeisterschafts-Platzierung Rang sechs mit 18,55 Meter. Dass aber in Valencia nach ihrer Final-Ausscheidungs-Weite von 18,98 Meter, eigentlich eine Medaille in Reichweite war, darüber hatte sich Christina Schwanitz selbst am meisten geärgert. Bauder bedankte sich bei der Athletin dafür mit einem Blumenstrauß - die trotz aller Rückschläge nie aufgegeben habe. Dank ging von ihm auch an die Wegbereiter des Erfolges – Trainer Peter Ogiolda, dem SVN-Hauptverein und vor allem an die Sportförderung Neckarsulm, mit Rolf Härdtner an der Spitze. Alle hatten auch in ganz schlechten Zeiten immer zur Athletin gestanden.

Oberbürgermeister Volker Blust bedankte sich bei Christina Schwanitz im Namen der Stadt mit einem Geldpräsent sowie auch beim Trainer Ogiolda und der Abteilungsführung der Leichtathleten. Einmal mehr wurde damit auch der Name der Stadt wieder äußerst positiv nach außen getragen. Der Verwaltungschef beglückwünschte dann auch noch Spartenleiter Richard Bauder selbst, welcher in der Vor-Osterwoche als Teilnehmer bei den Senioren- Hallenweltmeisterschaften in Frankreich im Diskuswerfen Platz drei erkämpfte. Somit blieb es für den SVN-Vorsitzenden Martin Dorsch – nachdem bei den Vorrednern schon alles schon einmal gesagt wurde – nur noch Dank für den Hauptverein zu sagen. Er überreichte im Namen der SVN einen Scheck, der die enormen Aufwendungen der Sportlerin mildern soll.

Der Vorsitzende der Sportförderung Neckarsulm, Rolf Härdtner, bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen des Fördervereins, die alle diesbezüglichen Entscheidungen mitgetragen hätten. Gleichzeitig gab er auch den Dank an die Neckarsulmer Verwaltungsspitze weiter, die für den Sport immer ein offenes Ohr hätte. Dank ging von Härdtner auch an den Schwanitz-Ernährungsberater Dietmar Rudoletzky, dessen Mitwirken in der Erfolgsgeschichte auch ein Mosaikstein sei. Zur Sportlerin selbst gewandt sagte Härdtner noch, dass Christina trotz gesundheitlicher Rückschläge ihre Frohnatur behalten habe und gerade deshalb reifer geworden sei.

Zu guter Letzt bedankte sich noch die Athletin selbst für alles, was ihr bisher in Neckarsulm positives widerfahren ist. Trainer Peter Ogiolda, der im Kanuheim das Schlusswort hatte, sagte noch, dass alles was bisher im Zusammenhang mit Christina, zwischen Verein, Sportförderung Neckarsulm und ihm an Zusammenarbeit gelaufen sei, für ihn wirklich einmalig und beispielhaft sei.


Christina Schwanitz (Mitte)