Rang sechs bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Valencia

Kugelstoßerin Christina Schwanitz (SVN) hatte mehr erhofft


Christina Schwanitz

Neckarsulms Kugelstoß-Ass Christina Schwanitz (SVN) konnte bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Valencia/Spanien, nicht wie insgeheim erhofft, in den Kampf um die begehrten Medaillen eingreifen. Nach Beendigung des Finales kam die 22 jährige mit 18,55 Metern auf Rang sechs und war dennoch etwas enttäuscht.

Gleich nach dem Wettkampf sagte die SVN-Athletin: „Ich hatte mir mehr erhofft, war nicht wach genug und ich glaube, ich bin es zu locker angegangen“. Zuvor war Christina Schwanitz nach ihrer Superleistung von Chemnitz (19,68 Meter), aber schon als mögliche Medaillen-Kandidatin bei der Hallen-WM in Valencia gehandelt worden. Auch noch nach ihrer WM-Qualifikationsleistung am Vortag des Finales - wo sie als Zweitbeste 18,97 Meter erreichte - sah noch alles sehr gut für sie aus. Doch beim Finale am Sonntag um 16.05 Uhr, wollten freilich neben der Freiluft-Weltmeisterin und Favoritin aus Neuseeland, Valerie Vili, die dann auch erwartungsgemäß den Titel und „Gold“ mit 20,19 Metern gewann, noch die sieben anderen Finalistinnen begehrtes Edelmetall holen. Mit recht guten 18,54 Meter eröffnete die Neckarsulmerin dann ihren Wettkampf, wo bereits schon von Vili ihre Siegesweite mit 20,19 Meter markiert wurde. Nach dem zweiten Durchgang, wo Christina 18,02 Meter erzielte, lag sie zwischenzeitlich noch auf Rang vier.

Beim dritten Versuch verbesserte sie sich zwar auf 18,55 Meter, wurde aber dennoch von der an diesem Tag stärkeren Konkurrenz auf Rang sechs verdrängt. Nach einem „Ungültigen“ - ließ sie dann noch 17,93 und 18,21 Meter folgen, was am Ende mit ihrer besten Weite von 18,55 Meter, Rang sechs bedeutete. Mit diesem Erfolg kann man aber insgesamt hochzufrieden sein, blickt man auf die zwei Jahre andauernden gesundheitlichen Probleme zurück. Die Kugelstoß-Medaillenränge lauteten, Gold: Valerie Vili (Neuseeland) 20,19 Meter; Silber: Nadzeya Ostapchuk (Weißrussland) 19,74 Meter; Bronze: Meiju Li (China) 19,19 Meter. Mit einer möglichen Medaille hätte aber Christina Schwanitz für eine Sensation im gesamten Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) sorgen können. Denn das gesamte Weltmeisterschaftsteam ging in Richtung Medaillen-Erfolg, in Valencia leer aus. Die beste Platzierung des DLV-Teams überhaupt erzielte Stabhochspringer Tim Lobinger mit Rang fünf. Aber auch dies ist für Christina kein Trost.


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