Vor 20 Jahren größten Erfolg über 800 Meter gefeiert

Gold-Mädel Sabine Zwiener wurde damals in Budapest Hallen-Europameisterin


Sabine Zwiener gewinnt die 800 Meter

Genau 20 Jahre ist es her, als die Neckarsulmer Leichtathleten durch ihre Spitzenathletin Sabine Zwiener – die damals am Sonntag, 6. März 1988, in Budapest Hallen-Europameisterin über 800 Meter wurde – ihren größten sportlichen Triumph überhaupt feiern konnte. Die gerade 20 jährige, die vorher über den BW-, Süd- und dem Deutschen-Hallentitel, alle Hallen-Meisterschaften über 800 Meter gewann, war auch bei der Hallen-EM in Budapest nicht zu schlagen. Nachdem sie dort eigentlich mit dem Erreichen des Endlaufes sich schon einen großen Traum erfüllt hatte, lief sie im Endlauf gegen namhafte Konkurrenz so couragiert, dass sie am Ende mit 2.01,19 Minuten vor der Russin Olga Nelubowa und ihrer deutschen Teamkollegin Gabi Lesch den EM-Titel gewann. Sabine Zwiener wurde von Heimtrainer Werner Krauß (im Freundeskreis Bär genannt) ab dem Alter von 14 Jahren trainiert und betreut. Krauß konnte seinerzeit mit einem Kreis von Freunden vor Ort in Budapest den Riesenerfolg miterleben.

Mit dieser Sensation sorgte das „Gold-Mädel“ wie sie danach auf der HST-Titelseite zitiert wurde, nicht nur im heimischen Unterland für Schlagzeilen. Sabine Zwiener-Jauchstetter wurde bereits 1985 im SVN-Dress zweifache Deutsche Jugendvizemeisterin über 800 Meter in der Halle und Freiluft, DLV Staffel-Junioren-Europameisterin über 4 x 400 Meter sowie Junioren-EM-Dritte über 400 Meter Hürden. Im Jahre 1987 wurde sie über ihre Spezialstrecke Deutsche Vizemeisterin über 800 Meter. Nachdem sie im Sommer 1988 im Düsseldorfer Rheinstadion beim Länderkampf gegen die DDR noch mit 1.59,33 Minuten Bestzeit gelaufen war, musste sie wenig später wegen Verletzung ihre Olympianominierung für Seoul absagen. Nach Ende der 1988er-Saison wechselte sie zuerst zum ASV Köln und später dann nach Stuttgart. (khl)


Sabine Zwiener und Trainer Werner Krauß